Geschichte des Instituts

Institut

Das Institut für Sinologie wurde im Jahre 1962 als Teil der philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg gegründet. Den ersten Lehrstuhl hatte damals Prof. Bauer inne, bis er seine neue Stelle in München antrat. 1968 übernahm Prof. Debon den freien Lehrstuhl und diente bis zu seinem Ruhestand 1986 als Direktor des Institutes.

1987 trat Prof. Rudolf Wagner seine Nachfolge an, und die Universität begann mit einem strategischen Ausbau der Sinologie. Es wurde ein zweiter Lehrstuhl eingerichtet und Prof. Susanne Weigelin-Schwiedrzik wurde berufen, um das Studium des modernen China und die Lehre der modernen chinesischen Sprache zu stärken. Eine dritte Professur kam mit Prof. Barend ter Haar im Jahre 1994 hinzu. Er verließ das Institut im Jahre 2000, um einen Lehrstuhl an der Universität Leiden zu übernehmen. Auch Prof. Weigelin-Schwiedrzik verließ Heidelberg 2002 und ging an die Universität Wien. Ihre Nachfolge traten 2004 Prof. Müller-Saini und Prof. Mittler an, die Nachfolge von Prof. Wagner 2012 Prof. Giele.  Die neu eingerichtete Juniorprofessur für "Wirtschaft und Gesellschaft Chinas und Ostasiens" bekleidete zunächst Dr. Christian Göbel; ihm folgte 2014 Frau Dr. Anja-Désirée Senz. Seit 2009 ist außerdem Joachim Kurtz als Professor für Wissensgeschichte am Exzellenzcluster "Asien und Europa im globalen Kontext" mit dem Institut affiliert.

Das Institut betreibt diverse wissenschaftliche Projekte, deren Bandbreite von chinesischen Schulbüchern (Prof. Müller-Saini) über Paläographie (Prof. Giele), den Wissensaustausch zwischen China, Japan und Europa (Prof. Kurtz), ökonomischer Kooperation und transkultureller Verflechtung in Chinas Grenzregionen sowie lokaler chinesischer Politik (JProf. Senz), zu zeitgenössischer chinesischer Musik, der chinesischen Öffentlichkeit und zeitgenössischer Populärkultur (Prof. Mittler) reicht. Die Bibliothek besitzt eine Anzahl außergewöhnlicher Bestände, wie Filme, Musikaufnahmen und Partituren, alte und neue Nachrichtenmedien sowie zahlreiche anderweitig unzugängliche Datenbanken. Das Institut ist im Herzen des malerischen Heidelberg gelegen. Besucher sind herzlich willkommen.

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Letzte Änderung: 29.08.2016
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